Berlin (Reuters) – Die Bundesregierung hat das chinesische Militärmanöver vor Taiwan kritisiert.
Man sei sehr besorgt, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Mittwoch in Berlin. Das Manöver sei eine “groß angelegte, massive militärische Übung der Volksbefreiungsarmee und der chinesischen Küstenwache.” Diese erhöhten die Spannungen in der Region und beeinträchtigten die Stabilität in der Straße von Taiwan. “Unser Ziel ist Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan, das ist auch von strategischer Bedeutung für Europa über die Region hinaus”, sagte die Sprecherin. Weil es um internationale Sicherheit und Wohlstand gehe, seien deutsche und europäische Interessen berührt. “Wir sind also unmittelbar daran interessiert, dass der Status quo in der Straße von Taiwan erhalten bleibt.” China solle sich als “verantwortungsvoller internationaler Akteur” verhalten und nicht eskalieren. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung an. Dies lehnt die Regierung im demokratischen Taiwan ab.
(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)