UBS will in Italien 30 Prozent der Stellen streichen

Mailand (Reuters) – Die Schweizer Großbank UBS will in Italien fast ein Drittel der Stellen streichen.

In der Vermögensverwaltung, bei den Konzernfunktionen und im Wertpapierverwahrungsgeschäft sollen insgesamt 180 Jobs wegfallen, wie es in einem Brief der Großbank an die Gewerkschaften hieß, den Reuters am Dienstag einsehen konnte. Das Investmentbanking sei vorerst nicht von dem Stellenabbau betroffen. UBS beschäftige in Italien 602 Mitarbeitende. Von der Bank war vorerst keine Stellungnahme zu erhalten.

“Wir bestätigen, dass wir eine Anpassung des Geschäftsmodells und eine operative Harmonisierung der Struktur der Niederlassung in Italien und von UBS Fiduciaria SpA sowie der zugehörigen Funktionen planen”, erklärte ein Sprecher der Bank ohne näher auf den Stellenabbau einzugehen. Italien bleibe ein strategischer Standort für den Konzern.

Die Großbank hat nach der Übernahme des Konkurrenten Credit Suisse im Jahr 2023 ein Sparprogramm auf den Weg gebracht und will bis Ende 2026 die Kosten um insgesamt rund 13 Milliarden Dollar drücken. Zum Abbau von Jobs hat sich das Institut bislang bedeckt gehalten: Bekannt ist lediglich, dass es in der Schweiz rund 3000 Entlassungen geben könnte. Nach Ansicht von Experten dürften insgesamt Zehntausende Stellen wegfallen. Ende 2024 beschäftigte die UBS rund 109.000 Mitarbeitende.

(Bericht von Valentina Za, bearbeitet von Paul Arnold. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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