Berlin (Reuters) – Der Hamburger Hafenlogistik-Konzern HHLA geht von schwerwiegenden Folgen der neuen US-Zölle auf die Wirtschaft aus.
Wie sehr die Zölle sich auf die Warenströme auswirken werden, sei zwar noch nicht abzusehen, erklärte HHLA-Chefin Angela Titzrath am Donnerstag. Sicher sei aber, dass die Industrie und somit auch die Logistik darunter leiden würden. “Die Zölle der US-Regierung sind ein Tiefschlag gegen die deutsche sowie die europäische Wirtschaft.” Das betreffe auch Häfen, über die Waren in die USA verschifft werden. Nun sei kluges Handeln von Politik und Wirtschaft gefragt. “Wir brauchen jetzt eine starke Allianz gegen Protektionismus und Isolationismus. Beide Seiten ziehen dabei an einem Strang.”
Titzrath, die auch Vorsitzende des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) ist, hatte vergangene Woche bei Vorlage der HHLA-Bilanz Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die zu dem Zeitpunkt nur im Raum stehenden Zölle gefordert. Für die Politik gelte es, die Art Trumps als “Dealmaker” zu verstehen und entsprechend die eigenen Positionen voranzubringen, hatte die Managerin gesagt. “Auch Poltern ist eine Einladung zum Gespräch.”
(Bericht von Elke Ahlswede. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)