EZB: Verbraucher erwarten auf mittlere Sicht einen Tick mehr Inflation

Frankfurt (Reuters) – Die Verbraucher in der Euro-Zone haben laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) auf mittlere Sicht ihre Inflationserwartungen leicht angehoben.

Einer aktuellen Erhebung der Währungshüter vom Juli zufolge wurde auf Dreijahressicht die Teuerungsrate bei 2,5 Prozent erwartet, wie die EZB am Freitag in Frankfurt mitteilte. Bei der vorangegangenen Umfrage im Juni hatten die Verbraucher noch 2,4 Prozent veranschlagt. Ihre Erwartungen in den kommenden zwölf Monaten hielten sie konstant: Die Konsumenten veranschlagten in der Juli-Umfrage wie schon in der Erhebung vom Juni eine Rate von 2,6 Prozent.

Die Inflationsrate in der 20-Länder-Gemeinschaft lag im Juli wie schon im Juni auf der Zielmarke der EZB von 2,0 Prozent. Dieses Niveau strebt die Notenbank mittelfristig an, weil es aus ihrer Sicht optimal für die Wirtschaft im Währungsraum ist. Nach einer Serie von sieben Zinssenkungen in Folge hatte die EZB zuletzt im Juli pausiert. Sie beließ den Einlagesatz bei 2,0 Prozent. Diesen Satz erhalten Geldhäuser, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Über diesen Zins steuert die Euro-Notenbank maßgeblich ihre Geldpolitik.

Die monatlich erstellte Umfrage der EZB zu den Inflationserwartungen der Verbraucher liefert den Währungshütern stets wichtige Hinweise zur Inflationsentwicklung. An der Erhebung nehmen rund 19.000 Personen aus elf Euro-Ländern teil, darunter aus Deutschland, Frankreich und Italien. Die Ergebnisse ihrer August-Umfrage will die Notenbank am 26. September veröffentlichen.

(Bericht von Frank Siebelt, redigiert von Sabine Ehrhardt Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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