Verwirrung nach Trump-Aussagen zu Mexiko- und Kanada-Zöllen

Washington (Reuters) – US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Aussagen zu den geplanten Zöllen gegen Mexiko und Kanada für Verwirrung gesorgt.

Bei seiner ersten Kabinettssitzung sagte Trump am Mittwoch, die angekündigten 25-prozentigen Importaufschläge würden ab dem 2. April greifen. “Ich wollte es am 1. April machen”, sagte der Republikaner vor Journalisten. “Aber ich bin ein wenig abergläubisch, ich habe daraus den 2. April gemacht.” Eigentlich hatte Trump die Frist bis zum 4. März gesetzt. Ein Vertreter der US-Regierung sagte, “zum gegenwärtigen Zeitpunkt” gelte dieses Datum weiter. Dies sei vorbehaltlich einer Prüfung, ob die beiden Nachbarstaaten ausreichend Maßnahmen gegen illegale Migration und Drogenhandel ergriffen hätten.

Trumps live im Fernsehen übertragene Bemerkungen am Kabinettstisch ließen an den Märkten die Hoffnung auf eine Verschiebung der Zölle aufkommen. Der kanadische Dollar und der mexikanische Peso legten zunächst zum US-Dollar zu. Stellungnahmen der Regierungen in Ottawa und Mexiko-Stadt lagen zunächst nicht vor.

Zu den angekündigten Zöllen gegen die EU sagte Trump, hier sei der Fall anders gelagert. Die Europäer nutzten die USA auf eine andere Art und Weise aus. “Sie nehmen unsere Autos nicht. Sie nehmen im Wesentlichen unsere landwirtschaftlichen Produkte nicht”, sagte Trump. Er fügte hinzu, dass die EU gegründet worden sei, “um die Vereinigten Staaten zu bescheißen” (engl. “to screw the United States”). Die EU-Kommission teilte am späten Abend mit, die EU werde entschlossen und ohne Zögern auf ungerechtfertigte Hindernisse für den freien und fairen Handel reagieren.

(Bericht von David Lawder und Andrea Shalal; Geschrieben von Scot W. Stevenson; Redigiert von Birgit Mittwollen.; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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