Swiss Re will Gewinn 2025 trotz Waldbränden kräftig steigern

Zürich (Reuters) – Swiss Re will nach einem Gewinnanstieg auf 3,24 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr die Dividende kräftig auf 7,35 Dollar je Aktie anheben.

Für das laufende Jahr bekräftigte der zweitgrößte Rückversicherer der Welt trotz hoher Schadenkosten für die verheerenden Waldbrände in Kalifornien die Gewinnprognose von über 4,4 Milliarden Dollar. “Alle unsere Geschäftsbereiche sind in einer starken Position in das Jahr 2025 gestartet”, erklärte Swiss-Re-Chef Andreas Berger am Donnerstag. “Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, unsere Ziele für das Jahr zu erfüllen und unsere Vorgaben für die Kosteneffizienz zu erreichen.”

Die Kosten für die Waldbrände in Los Angeles zum Jahresanfang veranschlagt Swiss Re einer ersten Schätzung zufolge auf weniger als 700 Millionen Dollar. Insgesamt dürfte die Versicherungsbranche für Schäden von rund 40 Milliarden Dollar geradestehen müssen, erklärte der Konzern aus Zürich. Münchener Rück schätzt seine Schadenkosten für die Katastrophe auf rund 1,2 Milliarden Euro. Auch der Branchenprimus kann das wegstecken und stellt für 2025 weiterhin einen Gewinnanstieg auf sechs Milliarden Euro in Aussicht.

Swiss Re erfüllt mit dem Ergebnis 2024 die eigenen Vorgaben und verdiente besser als Analysten erwartet hatten. Diese hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit 3,13 Milliarden Dollar Gewinn und 7,29 Dollar Dividende je Aktie gerechnet. 2023 waren unter dem Strich 3,14 Milliarden Dollar Gewinn gestanden und die Aktionäre hatten 6,80 Dollar je Aktie erhalten. Swiss Re hat im Vorjahr auf den Rechnungslegungsstandard IFRS umgestellt.

In der größten Sparte Schaden- und Unfall-Rückversicherung verdiente Swiss Re trotz teurer Schäden wie den Wirbelstürmen “Helene” und “Milton” Geld. Der Schaden-Kosten-Satz lag mit 89,9 Prozent allerdings um 4,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die Kennzahl misst, ob Schaden- und Verwaltungskosten durch die Prämieneinnahmen gedeckt sind – je niedriger sie ist, desto gewinnbringender ist das Geschäft. Im laufenden Jahr peilt der Konzern weniger als 85 Prozent an. Bei den Vertragserneuerungen im Januar erzielte Swiss Re nach eigenen Angaben Prämienzuwächse von sieben Prozent und konnte Preiserhöhungen von 2,8 Prozent durchsetzen.

(Bericht von Paul Arnold, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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