Russland kritisiert E3-Vorgehen gegen Iran

Moskau (Reuters) -Russland hat die Entscheidung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens kritisiert, ein Verfahren zur Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen den Iran einzuleiten. Es sei absurd, allein der Regierung in Teheran die Schuld für den Zusammenbruch des Atomabkommens von 2015 zu geben, erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag. Die E3 genannten europäischen Staaten hatten am Donnerstag einen Mechanismus des Abkommens ausgelöst, der zur Wiederaufnahme der UN-Sanktionen führen wird.

Sie reagieren damit auf den schrittweisen Rückzug des Irans aus der Vereinbarung, mit der das Land sein Atomprogramm begrenzen sollte. Der Westen wirft Teheran vor, nach nuklearen Waffen zu streben, was der Iran zurückweist. Das Auswärtige Amt verschärfte am Donnerstagabend seine Reise- und Sicherheitshinweise für den Iran. Deutsche werden nun aufgefordert, das Land zu verlassen, vor Reisen in den Iran wird gewarnt. Die Deutsche Botschaft in Teheran könne derzeit nur eingeschränkt konsularische Hilfe vor Ort leisten.

(Bericht von Dmitry Antonov, Alexander RatzRedigiert von Christian RüttgerBei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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